3. Chemie in Praxis - Digitalisierung in der Chemie

Friday, 6th April 2018

 

Chemie- und Pharmastandorte stehen vor neuen strategischen und strukturellen Herausforderungen. Wie wappnet sich die Chemieindustrie mit Blick auf sich verändernde Wettbewerbsbedingungen und die gesellschaftliche Forderung, Ressourcen effizient und umweltschonend zu nutzen?

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die Treiber für eine notwendige Chemiewende. Die Digitalisierung führt bereits heute zu umfassenden Umstrukturierungen in vielen Wirtschaftsbereichen. Auch die Chemieindustrie sucht nach Wegen, um die Effizienz von Produktionsprozessen weiter zu steigern und die Wertschöpfungskette Richtung Circular Economy umzugestalten. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Nutzung von Big Data nehmen zukünftig eine zentrale Rolle ein. Digitalisierung setzt hier neue Maßstäbe für eine wettbewerbsfähige Chemieindustrie.

Die Einführung flexibler, innovativer Modelle in den eher konventionellen Chemie- und Pharmasektor steht jedoch vor großen Herausforderungen. Noch fehlt es an Erfahrung und an einer größeren Anzahl herausragender Leuchtturmprojekte. Besonders der Umgang mit sensiblen Daten wirft Fragen auf. Besteht die Gefahr der Überregulierung sich gerade erst entwickelnder Technologien und Geschäftsfelder?

 

10:00 - 10:30 Begrüßung JCF/JuWiChem
10:30 - 11:00 Digitale Chancen und Risiken für die chemische Industrie Sascha Peter (Deloitte)
11:00 - 11:30 Christian Ritschel (ENLIGHTEN SCIENCES)
11:30 - 11:45 Pause  
11:45 - 12:15 Big Data vs. Datenschutz Julia Hagen (Bitkom)
12:15 - 12:45 Nikolay Kladt (Altana)
12:45 - 14:00 Mittagspause  
14:00 - 14:30 Digitale Herausforderungen für AbsolventInnen Mathis Gruber (DexLeChem)
14:30 - 15:00 Susanne Geu (Selbstständig)
15:00 - 16:00 Panel Diskussion Moderation: Sebastian Wahl & Daniel Schwinger
16:00 - 17:00 Netzwerken  

 

Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Chemistry Platform "Die Stimme der Startups in Deutschland."

www.deutschestartups.org

Als Repräsentant und Stimme der Startups in Deutschland engagieren wir uns für ein gründerfreundliches Deutschland. Im Dialog mit Entscheidungsträgern in der Politik erarbeiten wir Vorschläge, die eine Kultur der Selbstständigkeit fördern und die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Die Chemistry Platform wurde im Juni 2017 gegründet und greift die Chemie(-wende) Entwicklung aktiv auf. Innerhalb des Startup-Verbands versteht sich die Chemistry Platform als erster Ansprechpartner für den nachhaltigen und digitalen Wandel in der Chemie.

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Cradle to Cradle e.V.

Cradle to Cradle e.V.

Bündnis Naturwissenschaft und Technik stellt sich vor

Cradle to Cradle bedeutet, Stoffströme von Beginn an so zu konzipieren, dass Verarbeitung wie auch Nutzung ausschließlich positive Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben und demzufolge kein Abfall entsteht. Diese besonderen Qualitätsansprüche können ein willkommener Innovationstreiber in vielen Branchen sein.

 

Inkulab

Inkulab

Ein Projekt für Gründer aus den Life-Sciences, der Grünen Chemie und Nanotechnologie

www.inkulab.de

Das Inkulab unterstützt den Start in die unternehmerische Selbständigkeit. Es bietet für Start-ups mit einer innovativen Geschäftsidee aus den Life-Sciences, der Grünen Chemie und Nanotechnologie kostenfreie Laborarbeitsplätze und ein begleitendes Start-up-Inkubationsprogramm. Gründungsinteressierte Wissenschaftler*innen, Absolvent*innen in der Vorgründungs- und Gründungsphase werden ein Jahr intensiv betreut. Das Inkulab ist ein Projekt der WISTA-MANAGEMENT GMBH, dem Centre for Entrepreneurship und dem Excellenzcluster UniCat der Technischen Universität Berlin und in Kooperation mit der DexLeChem GmbH.

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Marius Gernhard
Marius Gernhard

Cloudbasierte Prozessanalytik in der chemischen Industrie

Marius Gernhard – mumura.de

Vielen Brachen wird eine konservative Haltung nachgesagt. Doch besonders die chemische Industrie hat einen hohen Nachholbedarf, wenn es um Digitalisierung geht. Mit unserem Startup Mumura entwickeln wir cloudbasierte Prozessanalytik und verwirklichen so die Chancen für mehr Prozesskontrolle und -sicherheit. Sensible Daten verlassen dabei jedoch nicht zwingend das Firmengelände. Welche Vor- und Nachteile der Eingriff in bestehende Prozesse hat und wie man in Berlin als Chemiker_in ein Startup gründet sollen Thema dieses Vortrags sein.

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Susanne Geu
Susanne Geu (© Katrin Meyer)

Digitale Wissenschaftskommunikation

Wissenschaft online sichtbar machen: Karrierewege durch digitales Selbstmarketing

Susanne Geu – Wisskomm-Coach für Digitales Wissenschaftsmarketing susannegeu.de

Ob AbsolventIn oder NachwuchsforscherIn: WissenschaftlerInnen müssen heute in den sozialen Medien präsent sein. Über Blogs, Podcasts, Twitter, Facebook und Instagram können Forschungsergebnisse und die eigenen Fähigkeiten kommuniziert werden. Gelingt es, das eigene digitale Profil professionell und authentisch zu gestalten, fördern WissenschaftlerInnen damit nicht nur das Interesse an wissenschaftlichen Zusammenhängen, sondern profitieren selbst auf ihrem persönlichen Karriereweg von den vielfältigen Kontakten im Netz.

Doch wie können WissenschaftlerInnen Wissenschaft online sichtbar machen? Welche Plattformen eignen sich? Wie hoch ist der zeitliche Aufwand? Müssen WissenschaftlerInnen bloggen? Und ist die Vermischung von privater und beruflicher Social-Media-Nutzung ein Problem?

Susanne Geu ist Coach für digitale Wissenschaftskommunikation. Sie unterstützt WissenschaftlerInnen dabei, erfolgreich digital zu kommunizieren und vermittelt, wie eine professionelle Social-Media-Präsenz aussehen muss, um als ExpertIn im eigenen Fachgebiet wahrgenommen zu werden.

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Mathis Gruber
Mathis Gruber

Python wird das neue Office!

Dr. Mathis Gruber – Head Theoretical Modeling www.dexlechem.com

Die Digitalisierung wird unser Arbeitsumfeld auch in den nächsten Jahren stark verändern. Ein Blick zurück zeigt wie schnell das geht. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus "Spezialwissen" wie z. B. dem sicheren Umgang mit E-Mail, Internet, oder Office Programmen eine Standardqualifikation, die heutzutage jeder Abiturient beherrschen muss. Mit dem Durchbruch von maschinellem Lernen und dem Aufkommen der Industrie 4.0 dringt eine neue Kategorie von Anwendungen in unseren Arbeitsalltag vor.

In den letzten Jahren hat sich Python als die Plattform für wissenschaftliches Rechnen, Datenverarbeitung, Visualisierung und maschinelles Lernen etabliert. Die Hypothese: "Python wird das neue Office!".

Egal welche Plattform sich durchsetzen wird; es bedeutet auch neue Herausforderungen für AbsolventInnen. Wer über Grundkenntnisse in diesen Anwendungen verfügt, dadurch in der Lage ist diese Welt prinzipiell zu verstehen und mit anderen darüber zu interagieren, besitzt eine hochattraktive Qualifikation.

Dieser Vortrag soll anhand von Beispielen aus der Praxis zeigen, welche Anwendungsmöglichkeiten sich für junge Chemiker ergeben. Außerdem gibt es eine kurze Anleitung zur Selbsthilfe, denn jeder Chemie-Absolvent ist in der Lage diese Tools zu beherrschen und es macht auch richtig Spaß.

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Julia Hagen
Julia Hagen

Big Data – Wie verändern Daten die Gesundheitsversorgung

Julia Hagen – Referentin Health & PharmaBitkom e.V. www.bitkom.org

Der Einsatz von Big Data-Technologien wird viel diskutiert. Auf der einen Seite wird diesen Technologien viel Potenzial zugesprochen, auf der anderen Seite sieht man die klassische evidenzbasierte Medizin bedroht. Was sind konkrete Anwendungsszenarien und wie können Daten unser Gesundheitssystem langfristig verändern? Welche Hürden müssen überwunden werden?

Nikolay Kladt
Nikolay Kladt

Digital Transformation@ALTANA

Dr. Nikolay Kladt, Data Scientist www.altana.de

Große Begeisterung, aber auch Unsicherheit existiert zu Themen wie Big Data, Machine Learning, Artificial Intelligence (AI), Deep Learning oder Internet of Things (IOT). Diese Schlagworte werden zudem oft im Zusammenhang mit dem Zwang zur Digitalisierung und einer sich dramatisch verändernden Industrielandschaft genannt, welche eine Disruption existierender Geschäftsmodelle und neue Wettberber (Start-Ups), die das Feld mit frischen Ideen und viel Rückenwind betreten, mit sich bringen.

In diesem Vortrag möchten wir ein besseres Verständnis für die Schlagworte generieren und deren Bezug zur chemischen Industrie und insbesondere zu ALTANA diskutieren. Hierzu möchten wir erörtern, warum ALTANA in Data Science Fähigkeiten investiert und welche Schritte unternommen werden, damit sich unsere Investitionen in Personal, Werkzeuge und Technologien auszahlen. Zuletzt werden wir kurz darauf eingehen, welche Implikationen diese Maßnahmen auf ALTANA insgesamt haben.

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Sascha Peter
Sascha Peter

Chemie 4.0 – Wachstum durch Innovation in einer Welt im Umbruch

Sascha Peter, Director Monitor Deloitte Strategy www.deloitte.com

Der Vortrag fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, die Deloitte zusammen mit dem VCI unter dem Titel „Wachstum durch Innovation in einer Welt im Umbruch“ erstellt und veröffentlicht hat. Die Studie beschäftigt sich mit inkrementellen und disruptiven Trends, die auf die Industrie wirken – mit einem Fokus auf Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft – sowie Hebel, um einige dieser Trends zu adressieren.