Berliner Chemie Symposium

Thursday, 6th April 2017

The symposium will be opened with the plenary talk by Prof. Dr. Axel Kleemann who will talk about "Pharmaceutical Industry in Change". Afterwards young chemists of different disciplines are given the chance to present their own research projects in contributed talks. Additionally we will have a poster session to be able to address more topics. The best talks and poster will be honored with book prices. Afterwards we will end the with a Dinner giving you the opportunity to network.

Abstract - Pharmaceutical Industry in Change (Axel Kleemann)

Prof. Dr. Axel Kleemann
 Prof. Dr. Axel Kleemann

After many decades of healthy growth rates of sales and earnings as well as organic organizational growth, the leading multinational pharmaceutical companies ("Big Pharma") face diverse great challenges in their business since about 10 years. The reasons are different causes that happened and still happen at nearly the same time: patent expiries of big blockbuster drugs, lack of innovative new drugs due to a decline in R&D productivity and efficiency, worldwide economy crisis, and health care reforms in many countries with cost and price pressures and shift to cheap generic drugs. Big Pharma´s countermeasures in order to keep not only sales and high profitability but also their shareholders satisfied, are M&A (Mergers and Acquisitions), outsourcing of non-core activities like manufacturing and even parts of R&D as well as increasing collaborations with academia. Concrete examples will be given and the consequences for the companies, societies, patients, and employees will be discussed in detail. In spite of these transformations, the worldwide pharmaceutical market (currently > 1 trillion US-$ ex-works sales) will continuously grow as a consequence of the demographic developments, improving economic conditions in emerging countries and also of progress in biomedical research – and last but not least because of innovative new drugs.

09.30 - 09.45 Opening Session
09.45 - 10.45 Plenary Talk - Prof. Dr. Axel Kleemann
10.45 - 11.00 Coffee Break
11.00 - 11.40 Session I (2 x20 min)
11.40 - 14.30 Lunch Break & Poster Session
14.30 - 15.30 Session II (3 x20 min)
15.30 - 15.45 Coffee Break
15.45 - 16.45 Session III (3 x20 min)
17.00 Talk/Poster Prices & Closing

 

 

 

Chemie in Praxis

Chancengleichheit in Wissenschaft und Wirtschaft

Friday, 7th April 2017

Block 1: Chancengleichheit - Einblicke & Status quo

Im ersten Teil des Programms soll den TeilnehmerInnen ein größeres Bild dazu vermittelt werden, wie es in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft um die Chancengleichheit von Mann und Frau steht. Mit Eindrücken, Zahlen und Fakten wird dabei auf folgende Leitfragen eingegangen: Was bedeutet Chancengleichheit und wie sieht diese heute aus? Was hat sich getan, nachdem erste Frauenquoten eingeführt wurden und Elternzeit stärker gefördert wird? Welche Entwicklungen sind zu erwarten und was muss in Zukunft noch passieren?

Block 2: Ist Karriere chancengleich?

Verdient mein männlicher Kollege bei gleicher Ausbildung genauso viel wie ich? Eine häufig gestellte Frage und leider ist die Antwort in vielen Berufen immer noch „nein“. Immer mehr Konzerne und wissenschaftliche Einrichtungen setzen bereits spezielle Förderungsprogramme um und führen die Frauenquote ein. Führt das schon zu den gewünschten Erfolgen oder ist es noch nicht genug? Sollten Unternehmen und Universitäten überhaupt Einfluss nehmen auf die Gleichbehandlung der Geschlechter?
In diesem Themenblock geben erfolgreiche Frauen Einblick in ihre Lebenswege und berichten, wie sie sich in der oft von Männern dominierten, chemischen Industrie durchgesetzt haben. Dabei hören die TeilnehmerInnen, wie man sich strategisch erfolgreich platzieren kann, um gute Aufstiegschancen zu haben und ob eine Frauenförderung wirklich hilfreich dabei ist. Zu diesem Thema hören wir Vertreterinnen aus Industrie und Wissenschaft, welche uns von ihrem eigenen Lebensweg und ihren Berührungspunkten mit dem Thema Chancengleichheit berichten.

Block 3: Familie und/oder Karriere?

Aus Sicht von WissenschaftlerInnen ist Familie oft schwer zu planen, da häufig unsichere Zeitverträge im Wege stehen. In der Wirtschaft kann es oft der Karriere schaden, einige Monate auszusetzen. Diese Vereinbarkeit von Beruf und Familie, also für beides genügend Zeit zu haben, ist für die Junge Generation eine wichtige Frage, wenn es um die Jobwahl geht.
Neben dieser Frage geht es in diesem Themenblock auch um die Chancengleichheit von Müttern und Vätern. Können beide gleich von Unterstützungen wie Elternzeit, Kinderbetreuung und finanzieller Unterstützung profitieren?

Prof. Jacobi von Wangelin von der Universität Regensburg berichtet uns von seiner Erfahrung als Vater und Professor in Elternzeit. Welchen Einfluss hatte diese Entscheidung auf seinen beruflichen Werdegang? Wie waren Reaktionen, Koordination mit der Universität und der eigene, ganz persönliche Eindruck?
VertreterInnen aus der Industrie berichten, wie sie persönlich Familie mit einer Industriekarriere vereinbaren. Dabei hören die TeilnehmerInnen, wie sie dabei von ihren Unternehmen unterstützt werden und ob Kinder für die Karriere Chance oder Risiko bedeuten.

Abstract - Gesellschaft Deutscher Chemiker: Frauen in Führungspositionen in der Chemie (Thisbe Lindhorst, GDCh Präsidentin)

Prof. Thisbe Lindhorst
Prof. Thisbe Lindhorst

Thisbe K. Lindhorst hat in München und Münster Chemie studiert und wurde an der Universität Hamburg promoviert. Nach einem Postdoktorat an der UBC in Vancouver, baute sie in Hamburg ihre eigene Forschungsgruppe auf und habilitierte sich im Fach Organische Chemie. Seit dem Jahr 2000 ist die Lehrstuhlinhaberin für Organische und Biologische Chemie an der Universität und in den Jahren 2016 und 2017 im Amt der gewählten Präsidentin der Gesellschaft Deutsche Chemiker (GDCh). Wiederholt hat sie sich für das Wertedenken in Chemie und Gesellschaft eingesetzt, zu dem sie auch das Thema Chancengerechtigkeit zwischen Männern und Frauen zählt. Sie sagt, Frauen müssen in Führungspositionen genauso normal sein wie Männer, damit wir in der Zukunft zum Guten kommen. Dies ist immer noch nicht erreicht und eine gesellschaftliche Herausforderung, die uns allen eine Aufgabe stellt!

Abstract - Chancengleichheit in der chemischen Industrie – Ist die Gleichbehandlung von Frauen und Männern erreicht, oder liegt noch Arbeit vor uns? (Torsten Glinke)

Dr. Torsten Glinke
Dr. Torsten Glinke

Der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e. V. (VAA – Führungskräfte Chemie) ist die Interessenvertretung der außertariflichen Mitarbeiter und leitenden Angestellten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland. Bereits seit 1990 führt er alle fünf Jahre eine Umfrage zur Situation von weiblichen und männlichen Führungskräften in der Branche durch. Die letzte Umfrage fand 2015 statt. Über deren Ergebnisse sowie die nunmehr seit 25 Jahren durch den VAA beobachte Entwicklung zum Thema wird Dr. Torsten Glinke berichten.

Abstract - Chancengleichheit in Wissenschaft und Wirtschaft (Marion Hackenthal)

Marion Hackenthal
Marion Hackenthal

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie vertritt die Interessen aller Beschäftigten der chemischen Industrie gegenüber Wirtschaft und Politik. Gemeinsam mit dem Bundesarbeitgeberverband Chemie hat die IG BCE Grundsätze zu „Arbeit und Leben in Balance – neue Herausforderungen in einer sich verändernden Arbeitswelt“ vereinbart. Mit der Charta der Gleichstellung hat die IG BCE Leitlinien und Handlungsfelder der Gleichstellungspolitik gesetzt.

Doch wie sehen die konkreten Arbeitsbedingungen aus? Wie entsteht ein Entgelt? Wie die Arbeitszeit? Gibt es eine Entgeltlücke für Frauen in der chemischen Industrie? Welche Unterschiede sehen wir bezüglich der Arbeitszeit? Und welche Antworten haben wir hinsichtlich der Gestaltung chancengleicher Arbeitsbedingungen?

Marion Hackenthal ist politische Sekretärin der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie – dort in der Abteilung Frauen/Gleichstellung. Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem die zielgruppengerechten Ansprache von Frauen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Frauen.

Abstract - Chancengleichheit in der Wissenschaft (Ilka Paulus)

Dr. Ilka Paulus
Dr. Ilka Paulus

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt sich entschieden für Chancengleichheit und Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im deutschen Wissenschaftssystem ein. Die „Gleichstellung von Männer und Frauen in der Wissenschaft“ ist daher seit 2002 in § 1 der Satzung der DFG verankert.

Denn Chancengleichheit und Gleichstellung zahlen sich auf mehrfache Weise aus: erst durch sie ist es möglich, das vorhandene Innovations- und Talentpotenzial voll auszuschöpfen. Zudem wirken sich divers zusammengesetzte Arbeitsgruppen aufgrund der Vielfalt der Perspektiven, Erfahrungen und Fähigkeiten ihrer Mitglieder positiv auf die Qualität der Forschung aus und erbringen somit einen beträchtlichen Mehrwert.

Die Ziele der Chancengleichheitsarbeit der DFG – ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter im Wissenschaftssystem und die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere – dienen somit nicht nur der Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit im Wissenschaftssystem. Sie fördern auch die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Deutschlands, insbesondere für den hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs.

Abstract - Gibt es typisch weibliche Karrieren in der Industrie? (Christine Anders)

Dr. Christine Anders
Dr. Christine Anders

Die Weiterentwicklung von Frauen in höhere Managementebenen ist ein strategisches Unternehmensziel. Ein Erfahrungsbericht.

Abstract - Familie und Forschung in Deutschland und Amerik (Dorothea Fiedler)

Prof. Dorothea Fiedler
Prof. Dorothea Fiedler

Frau Prof. Fiedler wird in ihrem Vortrag über ihre wissenschaftliche Laufbahn in den USA und Deutschland berichten. Dabei wird sie auf Höhen und Tiefen ihres Karriereweges in beiden Ländern eingehen. Außerdem wird sie ihre Erfahrungen teilen, wie parallel dazu ein Start ins Familienleben als Professorin möglich ist.

Abstract - Von der Forschung zur Gründung - wie man sich durch Startups seine eigene Karriere schaffen kann (Sonja Jost)

Sonja Jost
Sonja Jost

Startups im Chemiebereich haben sich als adäquates Mittel erwiesen, um Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern auch im Chemiebereich erreichen zu können. Bereits heute werden ca. 40% aller Chemie-Startups von Frauen mit gegründet. DexLeChem Geschätfsführerin Jost wird berichten, welche Vorteile so eine "Führungsposition von Anfang" besitzt und alte Strukturen (und "gläserne Decken") damit leicht umgangen werden können.

Abstract - Kind und Karriere, ein Erfahrungsbericht (Annette Brüne)

Dr. Annette Brüne
Dr. Annette Brüne

Kind UND Karriere ist möglich! Erfolgsstrategien und Empfehlungen für ein Lebenskonzept mit einem hohen Maß an Selbstverwirklichung!

Dr. Anette Brüne, Leiterin der Strategischen Geschäftsentwicklung der BYK-Chemie, ein Unternehmensteil der ALTANA, wird ihren beruflichen Karriereweg in der chemischen Industrie vorstellen. Dabei wird sie insbesondere ihre persönlichen Erkenntnisse teilen, wie es möglich ist, auch als Mutter beruflich erfolgreich zu sein. Sie wird auch zeigen, wie sie mit Gleichgesinnten eine Initiative für mehr Frauen in Führungspositionen bei ALTANA (LEADING WOMEN@ALTANA) ins Leben gerufen hat und welche Erfolge dadurch erzielt wurden.

Abstract - Kinder während der akademischen Karriere? Eine Kosten-Nutzen-Rechnung! (Axel Jacobi von Wangelin)

Prof. Dr. Axel Jacobi von Wangelin
Prof. Dr.  Axel Jacobi von Wangelin

Unter diesem nicht ganz ernst gemeinten Titel möchte der Vortrag einen sehr persönlichen Einblick geben, wie sich zwei halbjährige Elternzeiten und mehrjährige Kindererziehung auf das Arbeitsleben des Vortragenden ausgewirkt haben. Worauf muss man verzichten? Was sagen die Kollegen? Wie bleibe ich dennoch am Ball? Rückblickend ist es vor allem der äußere Zwang und eigene Mut zur Veränderung, der der Karriere neue Impulse verleihen kann. Das Resume fällt durchaus positiv aus: Kinder und Karriere sind gut möglich; umso mehr, wenn man den Spielplatz Universität für sich zu nutzen weiß. Es mag nicht immer viel geboten werden, aber es gibt viel zu holen und zu gewinnen.

CV Check

Qualifizierte Coaches von der Agentur für Arbeit helfen ganztägig mit Tipps rund um den Aufbau des passenden Lebenslaufs. Damit es nachher schneller geht, werdet Ihr eure Unterlagen bereits im Vorfeld hochladen können.

09.15 - 09.30

Begrüßung durch B. Schmid (JCF-Berlin) & K. Uebele (JuWiChem)

  Chancengleichheit - Einblicke & Status quo
09.30 - 10.00 Prof. Thisbe Lindhorst (GDCh-Präsidentin/ Uni Kiel)
"Gesellschaft Deutscher Chemiker: Frauen in Führungspositionen in der Chemie"
10.00 - 10.25 Dr. Torsten Glinke (VAA)
"Chancengleichheit in der chemischen Industrie – Ist die Gleichbehandlung von Frauen und Männern erreicht, oder liegt noch Arbeit vor uns?"
10.25 - 10.50 Marion Hackenthal (Gewerkschaft IG BCE)
"Chancengleichheit in Wissenschaft und Wirtschaft"
10.50 - 11.15 Ilka Paulus (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
"Chancengleichheit in der Wissenschaft"
11.15 - 11.30 Pause
  Ist Karriere chancengleich?
11.30 - 11.50 Dr. Christine Anders (Evonik)
„Gibt es typisch weibliche Karrieren in der Industrie?“
11.50 - 12.10 Prof. Dorothea Fiedler (Direktorin am FMP Berlin)
„Familie und Forschung in Deutschland und Amerika“
12.10 - 12.30 Sonja Jost (DexLeChem)
"Von der Forschung zur Gründung - wie man sich durch Startups seine eigene Karriere schaffen kann"
12.30 - 14.00 Mittagspause & Netzwerken
  Familie und/oder Karriere?
14.00 - 14.25

Dr. Annette Brüne (Head of Strategic Business Development, ALTANA Group)
„Kind und Karriere, ein Erfahrungsbericht“

14.25 - 14.50 Prof. Axel Jacobi von Wangelin, Uni Regensburg)
"Kinder während der akademischen Karriere? Eine Kosten-Nutzen-Rechnung!"
14.50 - 15.15 Pause
15.15 - 16.15 Podiumsdiskussion
16.15 - 16.30 Abschluss